Wenn mich das auf der drupa noch ein Designstudent fragt ... Sieht die künftige Generation der Branche Innovation in so einem schlechten Licht?

Denn trotz aller Bemühungen, die Vorteile der Automatisierung langweiliger und zeitraubender Arbeit zu erklären, scheint das im Bildungssystem noch nicht angekommen zu sein.

Aus der Sicht der Designer ist das natürlich verständlich. Die sind es gewohnt, einen Auftrag vollständig nach Kundenwunsch zu erledigen. Aber später muss das Design für das Marketing und den Einzelhandel dann oft übersetzt oder aktualisiert werden. So landet es wieder auf dem Tisch des Designers und zwar zusätzlich zu seiner eigentlichen Arbeit. Der muss das Design dann gemäß aller bestehenden Richtlinien wunschgemäß modifizieren, damit es für alle passt. Alles in der Hoffnung, dass kein Fehler passiert und er wieder von vorne anfangen muss. Und alles natürlich nicht verrechenbar.

Jetzt schauen Sie sich mal die Alternative an. Sobald ein Design fertig ist, kann das Dokument an ein Web2Print-System oder ein Marketing-Portal übergeben werden. Der Designer legt fest, was geändert werden kann, sodass jeder Anwender mit entsprechender Berechtigung diese Teile bedarfsgerecht anpassen kann. So können sämtliche nötigen Änderungen vorgenommen werden, während wichtige Design- und Markenelemente erhalten bleiben. Und der Designer kann gestalten, statt sich mit langweiligen Modifikationen aufzuhalten.

Das ist flexibles Design. Der Designer hat die volle Kontrolle über seine Datei und gestaltet sie unter Einhaltung aller Branding-Vorgaben. Gleichzeitig macht er das Design so flexibel, dass Änderungen mit Einfluss auf Ergebnis, Aussehen und Wirkung ohne Einbußen bei der Markenkonformität möglich sind. Ein flüssiger Designprozess mit steuerbarer Freiheit.

Das ist auch ein Aufruf an die Hochschulen, diesen Trend zu antizipieren und flüssiges Design in ihre Studiengänge aufzunehmen. Wer die Automatisierung annimmt kann Chancen nutzen!

Das Fazit? Designer werden nicht arbeitslos aber ihr Job wird interessanter.
Wenn Sie das nächste Mal an unserem Stand (7a, F40) vorbeikommen, möchte ich Sie gerne etwas fragen: Was erwarten Sie sich von der #drupa2016? Inspiration, Kreativität oder Möglichkeiten zur Arbeitserleichterung?

Schnappen Sie sich einen CHILLax und reden Sie mit mir, ich bin neugierig.

Menschen

Bram Verniest

Jun 9, 2016

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